볼프람 폰 엣센바하의 작품 Parzival의 성년식 서사구조 고찰 - 엘리아드 M. Eliade의 성년식 Initiation의 이론의 관점에서
Die narrative Struktur der Initiation im Werk Wolframs von Eschenbach Parzival - Aus der Perspektive der Initiationstheorie von M. Eliade
진상범(전북대학교)
19권 1호, 335~356쪽
초록
Ich habe den Prozess der Gralsuche des Helden in Wolframs von Eschenbachs höfischem Roman Parzival aus der Perspektive der Initiationstheorie von M.Eliade betrachtet. Als Resultat meiner Analyse bin ich zu den folgenden Schlüssen gekommen. In diesem Werk wurde der Held Parzival als unschuldiges Kind eines Ritters geboren. Als junger Mann musste er seine Mutter verlassen, um die Qualifikation eines Ritters zu erlangen. Nach der Theorie von M. Eliade kann man diese Stufe als Eintrittsstufe in den Initiationsprozeß ansehen. Während der Gralsuche und den damit verbundenen Kämpfen überwand er verschiedene Schwierigkeiten, wobei er den Unterricht zum Ritter, die Liebe und viele Abenteuer erfuhr. Nach der Initiationstheorie von M. Eliade entspricht dieser Prozess der Leidensstufe der Initiation. Um als Roter Ritter ein Gralskönig zu werden, musste er als rite de passage die Leidensstufe durchlaufen, wo er den Unterricht zum Ritter durch Gurnemanz, den Kampf mit dem König Klamide zur Errettung der in Schwierigkeiten geratenen Königin Condwiramurs, die zweimaligen leidvollen Kämpfe mit Gawan und den Kampf mit Gramoflanz auf der Suche nach dem Heiligen Gral erfuhr. Parzival trennt sich sodann von seinem unsteten Leben, um den Heiligen Gral zu finden. Nach Eliade entspricht diese Stufe der Todesstufe der Initiation im Sinne der Negierung der Vergangenheit als Ritter. In der Gralsburg fragt er den König Anfortas mitleidend mit wahrem Herz nach dessen Leid. Dadurch kann Parzival durch die Krankheit des verwundeten Gralskönigs gerettet werden. Sein Lebensweg als Ritter führt zu einem Ende und er wird als Gralskönig "wiedergeboren". Seine Identität als Held wird im Prozess zur Werdung des Gralskönigs veranschaulicht. Schließlich wird in diesem Werk bestätigt, dass der Prozess des Helden Parzival vom roten Ritter bis zum Gralskönigs vier Stufen der Initiation nach M. Eliade durchlaufen hat. Der Literaturwissenschaftler Max Bilen hat in seinem Aufsatz 'Literatur und Initiation'darauf hingewiesen, dass die Initiation der mythischen Helden, die im Reiseweg des Helden im Roman reproduziert wird, im kreativen Prozess des Autors durchsichtig sein kann. Darüber hinaus erwähnt der deutsche Komparatist Manfred Schmelling unter Hinweis auf das Buch von M. Eliade Sehnsucht nach dem Ursprung,dass die Übergangserscheinung von außen nach innen in der Welt vom Profanen und Heiligen dem Initiationsprozess,den der Held in der epischen Dichtung durch die"Wanderschaft" erfahren muss, entspricht. Auch er betont, dass eine tiefe Verbindung zwischen dem wandernden Helden, der epischen Dichtung und seiner Initiation existiert. Im allgemeinen zeigen die Helden des Bildungsromanes mit dem Berufungsbewusstsein das außerordentlich künstlerische und bürgerliche Temperament. Die Initiationszeremonie wird in der gespannten Konfliktstruktur zwischen Selbst und Welt beim Prozess der Erfindung des sozialisierten Selbst durchgeführt. Daher zeigt uns dieses Werk die Suche nach der Identität des Helden in der epischen Ritterdichtung. Dadurch öffnet sich ein Weg zur Entstehung des Bildungsromans, wo ein Suchprozess nach der Identität des Helden selbst dargestellt wird. In diesem Sinne kann man diesem Werk eine neue Bedeutung in der deutschen epischen Gattungsgeschichte geben. Als Ausblick ergibt sich uns die weitere Fragestellung, ob die deutschen Bildungsromane wie die Heldendichtung eine narrative Struktur der Initiation darbieten.
Abstract
Ich habe den Prozess der Gralsuche des Helden in Wolframs von Eschenbachs höfischem Roman Parzival aus der Perspektive der Initiationstheorie von M.Eliade betrachtet. Als Resultat meiner Analyse bin ich zu den folgenden Schlüssen gekommen. In diesem Werk wurde der Held Parzival als unschuldiges Kind eines Ritters geboren. Als junger Mann musste er seine Mutter verlassen, um die Qualifikation eines Ritters zu erlangen. Nach der Theorie von M. Eliade kann man diese Stufe als Eintrittsstufe in den Initiationsprozeß ansehen. Während der Gralsuche und den damit verbundenen Kämpfen überwand er verschiedene Schwierigkeiten, wobei er den Unterricht zum Ritter, die Liebe und viele Abenteuer erfuhr. Nach der Initiationstheorie von M. Eliade entspricht dieser Prozess der Leidensstufe der Initiation. Um als Roter Ritter ein Gralskönig zu werden, musste er als rite de passage die Leidensstufe durchlaufen, wo er den Unterricht zum Ritter durch Gurnemanz, den Kampf mit dem König Klamide zur Errettung der in Schwierigkeiten geratenen Königin Condwiramurs, die zweimaligen leidvollen Kämpfe mit Gawan und den Kampf mit Gramoflanz auf der Suche nach dem Heiligen Gral erfuhr. Parzival trennt sich sodann von seinem unsteten Leben, um den Heiligen Gral zu finden. Nach Eliade entspricht diese Stufe der Todesstufe der Initiation im Sinne der Negierung der Vergangenheit als Ritter. In der Gralsburg fragt er den König Anfortas mitleidend mit wahrem Herz nach dessen Leid. Dadurch kann Parzival durch die Krankheit des verwundeten Gralskönigs gerettet werden. Sein Lebensweg als Ritter führt zu einem Ende und er wird als Gralskönig "wiedergeboren". Seine Identität als Held wird im Prozess zur Werdung des Gralskönigs veranschaulicht. Schließlich wird in diesem Werk bestätigt, dass der Prozess des Helden Parzival vom roten Ritter bis zum Gralskönigs vier Stufen der Initiation nach M. Eliade durchlaufen hat. Der Literaturwissenschaftler Max Bilen hat in seinem Aufsatz 'Literatur und Initiation'darauf hingewiesen, dass die Initiation der mythischen Helden, die im Reiseweg des Helden im Roman reproduziert wird, im kreativen Prozess des Autors durchsichtig sein kann. Darüber hinaus erwähnt der deutsche Komparatist Manfred Schmelling unter Hinweis auf das Buch von M. Eliade Sehnsucht nach dem Ursprung,dass die Übergangserscheinung von außen nach innen in der Welt vom Profanen und Heiligen dem Initiationsprozess,den der Held in der epischen Dichtung durch die"Wanderschaft" erfahren muss, entspricht. Auch er betont, dass eine tiefe Verbindung zwischen dem wandernden Helden, der epischen Dichtung und seiner Initiation existiert. Im allgemeinen zeigen die Helden des Bildungsromanes mit dem Berufungsbewusstsein das außerordentlich künstlerische und bürgerliche Temperament. Die Initiationszeremonie wird in der gespannten Konfliktstruktur zwischen Selbst und Welt beim Prozess der Erfindung des sozialisierten Selbst durchgeführt. Daher zeigt uns dieses Werk die Suche nach der Identität des Helden in der epischen Ritterdichtung. Dadurch öffnet sich ein Weg zur Entstehung des Bildungsromans, wo ein Suchprozess nach der Identität des Helden selbst dargestellt wird. In diesem Sinne kann man diesem Werk eine neue Bedeutung in der deutschen epischen Gattungsgeschichte geben. Als Ausblick ergibt sich uns die weitere Fragestellung, ob die deutschen Bildungsromane wie die Heldendichtung eine narrative Struktur der Initiation darbieten.
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- 독일어와문학