Soziale Verantwortung im Kantischen Begriff der Mündigkeit - unter besonderer Berücksichtigung des Vernunftsbegriffs
Soziale Verantwortung im Kantischen Begriff der Mündigkeit - unter besonderer Berücksichtigung des Vernunftsbegriffs
홍은영(영남대학교)
16권 3호, 169~190쪽
초록
Der Mündigkeitsbegriff gilt heute noch als eine gültige pädagogische Zielvorstellung im Sinne des kritischen Bewusstseins. Diese Arbeit konzentriert sich auf den Mündigkeitsbegriff im Kantischen Sinne, weil eine Pädagogik, die kritisches Denken und Handeln beansprucht, sich im Anschluss an Kants Pädagogikvorstellung formuliert und weiterentwickelt. Dabei geht diese Arbeit der Wesensbestimmung des Menschen als Bürger der Sinnen- und Vernunftwesen bei Kant und der daraus abgeleiteten Pädagogikvorstellung Kants nach. Durch die Erziehung soll man in vier Schritten, Disziplinierung, Kultivierung, Zivilisierung und Moralisierung auf die Ansprüche der Individualität, der Öffentlichkeit und der Menschheit vorbereitet werden. Der Aspekt sozialer Verantwortung kommt im kategorischen Imperativ Kants zum Ausdruck, dass der einzelne Mensch durch seinen Vernunftsgebrauch selbst moralische Gesetze bildet. Angesichts der heutigen pluralistischen Gesellschaft wird das Synthetisierende der Kantischen Theorie jedoch in Zweifel gezogen. Anlehnend an der Position Zizeks diskutiert die Arbeit, dass der Vernunftgebrauch eben nicht nur einigend, sondern auch analysierend und damit zersetzend ist. Das bedeutet für die Pädagogik, dass das autonome Handeln sich nun eher an der Anerkennung der Differenz orientiert, wobei Bildung jedoch nicht auf Vernunft verzichten kann.
Abstract
Der Mündigkeitsbegriff gilt heute noch als eine gültige pädagogische Zielvorstellung im Sinne des kritischen Bewusstseins. Diese Arbeit konzentriert sich auf den Mündigkeitsbegriff im Kantischen Sinne, weil eine Pädagogik, die kritisches Denken und Handeln beansprucht, sich im Anschluss an Kants Pädagogikvorstellung formuliert und weiterentwickelt. Dabei geht diese Arbeit der Wesensbestimmung des Menschen als Bürger der Sinnen- und Vernunftwesen bei Kant und der daraus abgeleiteten Pädagogikvorstellung Kants nach. Durch die Erziehung soll man in vier Schritten, Disziplinierung, Kultivierung, Zivilisierung und Moralisierung auf die Ansprüche der Individualität, der Öffentlichkeit und der Menschheit vorbereitet werden. Der Aspekt sozialer Verantwortung kommt im kategorischen Imperativ Kants zum Ausdruck, dass der einzelne Mensch durch seinen Vernunftsgebrauch selbst moralische Gesetze bildet. Angesichts der heutigen pluralistischen Gesellschaft wird das Synthetisierende der Kantischen Theorie jedoch in Zweifel gezogen. Anlehnend an der Position Zizeks diskutiert die Arbeit, dass der Vernunftgebrauch eben nicht nur einigend, sondern auch analysierend und damit zersetzend ist. Das bedeutet für die Pädagogik, dass das autonome Handeln sich nun eher an der Anerkennung der Differenz orientiert, wobei Bildung jedoch nicht auf Vernunft verzichten kann.
- 발행기관:
- 한독교육학회
- 분류:
- 교육철학/사상